Einzelheiten der Bestattung

Grabarten auf dem Friedhof und alternative Ruhestätten 

Hat der Verstorbene eine formgerechte Willenserklärung hierüber hinterlassen, bspw. eine Bestattungsvorsorge, so sollten sich die Angehörigen daran halten. Ansonsten wird davon ausgegangen, dass die Hinterbliebenen die Form und Art der Bestattung im Sinne des Verstorbenen regeln. Hierbei ist die Reihenfolge der Hinterbliebenen als Entscheidungsberechtigte vom Gesetzgeber festgelegt: Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner, volljährige Kinder, Eltern, Großeltern, volljährige Geschwister und Enkelkinder.

Was im Trauerfall zuerst getan werden sollte und welche Urkunden und Papiere benötigt werden, haben wir Ihnen als Information und Checkliste aufbereitet.

Erdbestattung

Am weitesten verbreitet ist die traditionelle Erdbestattung in einem Sarg. Sie können grundsätzlich entscheiden zwischen Wahlgrab oder Reihengrab. Beim Wahlgrab können Lage und Größe je nach Friedhofssatzung bestimmt werden. Beim Reihengrab ist dies nicht möglich. Der Erwerb des Nutzungsrechtes an einer oder mehreren Wahlgrabstätten ist auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt, kann jedoch verlängert werden.

In der Regel muss das Nutzungsrecht schon dann verlängert werden, wenn in eine mehrstellige Grabstätte eine weitere Bestattung erfolgt. Erforderlich ist dann die Nachzahlung der Gebühr für alle Grabstätten der jeweiligen Grabeinheit (zwei oder mehr Stellen) auf die gesetzliche Ruhefrist des Friedhofes. Diese kann bei den Friedhöfen je nach Bodenverhältnissen unterschiedlich sein (bis zu 30 Jahre). Die Erdbestattung bedarf keiner besonderen Willenserklärung.

Feuerbestattung

Dies ist die Einäscherung eines Verstorbenen mit einem Sarg und die spätere Beisetzung der Aschenreste in eine Urne. Eine besondere Vereinbarung ist in jedem Falle notwendig. Entweder hat der Verstorbene eine handschriftliche Willensbekundung mit dem entsprechenden Inhalt hinterlassen oder aber die Angehörigen geben eine sinngemäße Erklärung ab. Hierbei sollte der 2. Verwandtschaftsgrad von oben bzw. unten nicht überschritten werden! (Ehegatten füreinander, Kinder für Eltern, Großeltern und umgekehrt). Bei weitergehenden Verwandtschaftsgraden kann das zuständige Krematorium die Feuerbestattung verweigern. Alleinstehende Verstorbene dürfen nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland ohne eigene schriftliche Willenserklärung nicht eingeäschert werden. Fordern Sie bei uns dafür vorgesehene Formulare an. Für die Beisetzung selbst gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der Erdbestattung. Die christlichen Kirchen erkennen beide Bestattungsarten an.

Seebestattung

Nach der Einäscherung wird die Urne außerhalb der Drei-Meilen-Zone dem Meer übergeben. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte mit den genauen Angaben. Wiederum gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der Feuerbestattung. Weiterhin muss eine besondere Beziehung des Verstorbenen zur See nachgewiesen werden. Wir sind bei der Formulierung hier ebenso behilflich wie bei der Beschaffung der notwendigen behördlichen Genehmigungen.

Anonyme Bestattung

Dies ist eine Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung auf einem Gemeinschaftsfeld ohne Kennzeichnung der persönlichen Angaben. Zeitpunkt und Ort der Beisetzung werden vom Friedhofsamt bestimmt und den Angehörigen nicht mitgeteilt.

Grabpflege

Bei der Auswahl des Grabsteines sowie der Bepflanzung sollten Sie eine dem Verstorbenen angemessene Wahl treffen. Friedhofsverwaltungen schreiben sehr oft die Gestaltung von Grabfeldern vor. Wir kennen diese Kriterien, die regional äußerst unterschiedlich sind und halten die notwendigen Informationen für Sie bereit. Informieren Sie sich auch über Grabpflegeverträge.

Überführung

Eine Überführung vom Trauerhaus, Krankenhaus etc. zum Friedhof, zur Aufbahrungshalle oder zum Krematorium ist wohl in jedem Fall notwendig. Auch bei Überführungen im gesamten In- und Ausland können Sie unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Die vielfältigen nationalen und internationalen gesetzlichen Bestimmungen werden von uns streng beachtet, die technischen Vorbedingungen für den Transport auf dem Land-, Luft- und Seeweg genau eingehalten. Beantragt werden auch die behördlichen notwendigen Formulare zur Überführung des Verstorbenen.

Kondolenzliste

Hier dokumentiert sich die Anteilnahme der an der Trauerfeier teilnehmenden Menschen. Natürlich bestimmen Sie selbst, ob wir eine solche Liste auslegen.

Den Verstorbenen noch einmal sehen

In der Trauerhalle des Friedhofs oder dem entsprechenden Aufbahrungsraum der Friedhofsverwaltung oder des Bestattungsinstitutes, ist die möglich. Der Zeitraum des Abschiednehmens sollte jedoch vorher unbedingt mit uns abgesprochen werden, damit für einen würdigen Rahmen gesorgt werden kann.

Blumen und Kränze

Blumen und Kränze werden meist unmittelbar zum Friedhof bzw. zur Friedhofskapelle gebracht. Die Dekoration um den Sarg übernimmt je nach Friedhofsordnung die Friedhofsverwaltung oder der Bestatter, bzw. beide gemeinsam. Kranzschleifentexte und Kondolenzkarten werden gesammelt und den Angehörigen später übergeben.

Haben Sie Fragen dazu, kontaktieren Sie uns bitte jederzeit.